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DJANGO UNCHAINED

Der Comic zum Tarantino-Film von R. M. Guéra

Ausstellung im INSTITUTO CERVANTES München

Alfons-Goppel-Straße 7  vom 23. Mai bis 22. Juni – Eintritt frei!

Am Samstag den 1. Juni fand mit R. M. Guéra ein Künstlergespräch im Instituto Cervantes statt.

 

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Comics zum Film sind zumeist ein fades Abfallprodukt zum Blockbuster. Doch der Comic zu Quentin Tarantinos Kinoerfolg “Django Unchained“ ist etwas ganz Besonderes. Der gezeichnete Director´s Cut liegt dank seiner sorgfältigen Machart erst Monate nach dem Start des Films komplett vor. Die Zeichnungen stammen von R. M. Guéra, der bereits die Vertigo Kult-Serie “Scalped” zeichnete und extra fürs Comicfestival eine Auswahl seiner schönsten Originalseiten zusammengestellt hat.  

 

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Ich liebe nicht nur Comics, ganz besonders liebe ich Western Comics. Als kleiner Junge las ich die Abenteuer von Kid Colt Outlaw, TOMAHAWK, The Rawhide Kid, BAT LASH und ganz besonders gerne Yang (was eigentlich die TV Serie “Kung Fu“ als Comic war) sowie Gunhawks mit dem schwarzen Helden Reno Jones (eine Art Lichtdouble von Jim Brown ) und Kid Cassidy (eine Art Lichtdouble von David Cassidy), das waren für mich die größten Blaxploitation Western, die nicht gedreht wurden. Nicht zu vergessen sind die unzähligen Gold Key Comics zu populären Western-Filmen und -Fernsehserien (besonders gelungen sind die Comic-Versionen von Delmer Daves’ “Der einsame Adler“ und Howard Hawks “Rio Bravo“). In diesem Geiste von bewegender Comic Literatur präsentiere ich Euch auch den Comic zu meinem großen epischen Western “Django Unchained“. Wenn ich meine großen epischen Drehbücher wie “Kill Bill“ schreibe, dann ist da eine Menge Zeugs, das es nicht bis in Film schafft. (…) Was beim Arbeiten am Comic zu “Django Unchained“ richtig cool war, ist dass dieser jetzt die KOMPLETTE GESCHICHTE erzählt.

 Happy Trails

 Quentin Tarantino

 

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R. M. Guéra wurde 1959 in Belgrad als Rajko Milošević geboren und hatte seit frühster Jugend den Spitznamen “Gera“. Er las schon als Kind viele Comics und wurde ganz besonders inspiriert vom  Westernklassiker “Leutnant Blueberry“, der von Jean-Michel Charlier getextet und von Jean Giraud alias Moebius gezeichnet wurde. In Jugoslawien veröffentliche er einige von Sergio Leone inspirierte Western-Comics. Als 1991 die Jugoslawienkriege ausbrachen, zog er nach Barcelona und nannte sich fortan R. M. Guéra. Sein größter bisheriger Erfolg ist die in der Gegenwart angesiedelte Western-Reihe “Scalped“, die in den USA erfolgreich bei DC Vertrigo erschienen ist. Tarantino-Erfahrung hatte Guéra auch schon vor “Django Unchaines“, denn er zeichnete als Werbung zum Film für den Playboy einige Seiten einer Comic-Adaption von ”Inglourious Basterds”  

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DJANDGO UNHAINED – Infos zum Film: Der gebürtige Wiener Christoph Waltz, der bereits für seine Rolle in Quentin Tarantinos “Inglourious Basterds”  einen Oscar erhielt, ist das absolute Highlight der lange erwarteten Italowestern-Blaxploitation-Hommage des Kultregisseurs. Waltz, der für seine angebliche “Nebenrolle“ einen weiteren Oscar bekam, spielt einen gewissen Doktor King Schultz, der vorgibt Zahnarzt zu sein, aber in Wirklichkeit höchst erfolgreich mit seinem Pferd Fritz als Kopfgeldjäger durch den Wilden Westen reist. Aus rein geschäftlichen Gründen befreit Schultz den Sklaven Django (Jamie Foxx), denn nur dieser kann drei seiner ehemaligen Aufseher identifizieren, auf die ein hohes Kopfgeld ausgesetzt ist. Die Zusammenarbeit zwischen Schultz und Django funktioniert so gut, dass sie eine Weile als Team auftreten, bevor der Doktor seinem Schützling dabei helfen will, dessen Ehefrau Broomhilda von Shaft aus “Candyland“, der berüchtigten Plantage von Calvin Candie (Leonardo DiCaprio), zu befreien.

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Django Unchained“ (über)erfüllt alle an einen Tarantino-Film gerichteten Erwartungen. Es wimmelt nur so von Anspielungen, musikalischen Zitaten und Gastauftritten (natürlich auch vom Regisseur himself sowie vom Ur-Django Franco Nero). Der Auftakt des Filmes ist grandios, im Mittelteil nervt Leonardo etwas und das Ende versöhnt alle Freunde sinnloser Gewalt mit dem ansonsten eher auf clevere Dialoge setzenden Film.

Im Anschluss an das Gespräch findet ein Signiertermin mit R. M. Guéra statt: